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R290-Wärmepumpe (Propan): Hochtemperatur bis 75 °C für den Altbau

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Monoblock-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel R290 an der Außenwand eines Altbaus in Deutschland

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Ja, R290-Wärmepumpen eignen sich gut für den Altbau: Propan erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C – vorhandene Heizkörper können bleiben, ein Heizkörper- oder Estrichtausch entfällt oft.
  • Aber 75 °C sind die Fähigkeit, nicht die Empfehlung. Am effizientesten läuft die Anlage bei 45–55 °C. Die Hochtemperatur ist Reserve für den kältesten Tag, kein Dauerbetrieb.
  • Klimafreundlich und zukunftssicher: R290 hat einen GWP von 3 (Bosch, Stand 2026) und ist von den EU-F-Gas-Verboten (ab 2027, GWP < 150) nicht betroffen – im Gegensatz zu R32 und R410A.
  • Förderplus: entfällt – der BEG-Effizienzbonus für natürliche Kältemittel ist zum 21.07.2026 ersatzlos gestrichen worden (KfW 458). Ab 2028 laut BEG voraussichtlich Pflicht für jede Förderung.
  • Sicherheit: Propan ist brennbar (Klasse A3), sitzt aber gekapselt in der Außeneinheit (Monoblock). Ins Haus gelangt nur Heizwasser. Aufstellabstände zu Öffnungen sind einzuhalten.

Was ist eine R290-Wärmepumpe?

R290 ist die Kältemittel-Kennung für reines Propan, einen natürlichen Kohlenwasserstoff. Es übernimmt im Kältekreis die Aufgabe, Umweltwärme aufzunehmen und auf ein höheres Temperaturniveau zu heben. Der entscheidende Unterschied zu synthetischen Kältemitteln liegt in der Klimawirkung: R290 hat einen Treibhauspotenzial-Wert (GWP) von 3 nach älterer Zählung, nach IPCC AR6 (2021) sogar nur 0,02 (Mitsubishi Electric, Stand 2026). Damit ist Propan rund 200- bis 700-mal klimafreundlicher als gängige synthetische Kältemittel.

KältemittelGWP (Treibhauspotenzial)Typ
R744 (CO₂)1natürlich
R290 (Propan)3natürlich
R32ca. 675synthetisch (HFKW)
R410Aca. 2.088synthetisch (HFKW)

GWP-Werte nach Bosch Home Comfort „Propan Wärmepumpe" und Mitsubishi Electric, abgerufen 2026-07-03.

Warum Propan hohe Vorlauftemperaturen effizient schafft

Der oft genannte Vorteil „bis 75 °C" ist kein Marketingversprechen, sondern hat einen physikalischen Grund. Propan hat eine hohe kritische Temperatur von rund 96,7 °C. Solange die Kondensationstemperatur deutlich darunter liegt, bleibt der Kreisprozess thermodynamisch effizient. Ein Vorlauf von 70–75 °C hat bei R290 also noch reichlich Abstand zur kritischen Grenze.

Bei synthetischen Kältemitteln ist das anders: R410A hat eine kritische Temperatur von nur etwa 72 °C. Nähert sich der Prozess dieser Grenze, bricht der Wirkungsgrad stark ein – hohe Vorlauftemperaturen sind damit ineffizient oder gar nicht erreichbar (energie-experten.org und Mitsubishi Electric, Stand 2026). Genau deshalb beherrscht Propan Hochtemperatur-Betrieb besser als die meisten Alternativen. Das macht R290 besonders interessant für Gebäude mit klassischen Radiatoren statt Flächenheizung.

75 °C sind die Fähigkeit, nicht der Effizienz-Optimalpunkt

Hier trennt sich ehrliche Beratung von Werbung: Auch bei R290 sinkt die Effizienz mit steigender Vorlauftemperatur deutlich. Die Fähigkeit, 75 °C zu liefern, bedeutet nicht, dass man dort dauerhaft heizen sollte.

BetriebspunktEffizienz (Richtwert)
Vorlauf 35 °C (Flächenheizung)bis A+++ (SCOP über 5,1)
Vorlauf 55 °C (klassische Heizkörper)ca. A++ (SCOP ~3,1–3,6)
A-7 / W55 (kalter Tag, hoher Vorlauf)COP um ~1,9

SCOP-Klassen nach 42watt und reduco.ai, COP-Werte aus Herstellerdatenblättern, abgerufen 2026-07-03.

Die Konsequenz: Ein gut ausgelegtes System nutzt die 75 °C nur an wenigen sehr kalten Auslegungstagen als Reserve. Den Großteil der Heizsaison läuft die Anlage bei 45–55 °C – und dort ist sie sparsam. Wer eine R290-Wärmepumpe dauerhaft auf 70 °C fährt, hat entweder zu kleine Heizflächen oder eine falsch eingestellte Heizkurve.

Klassischer Gliederheizkörper im Altbau, wie er mit R290-Wärmepumpen weiter genutzt werden kann
Viele Altbauten haben überdimensionierte alte Heizkörper – oft reichen 45–55 °C Vorlauf.

Für welchen Altbau passt R290 – und für welchen nicht?

Statt des pauschalen Versprechens „75 °C = perfekt für den Altbau" lohnt eine Unterscheidung nach realer Situation im Gebäude:

Regelfall: R290 läuft effizient bei 45–55 °C. Viele Altbauten haben über die Jahrzehnte überdimensionierte alte Heizkörper, teils ergänzt durch Fenstertausch oder Teildämmung. Hier reichen oft 45–55 °C Vorlauf – der Bestand ist besser als sein Ruf. Die Fraunhofer-ISE-Langzeitstudie „WP-QS im Bestand" (77 Wärmepumpen, 4 Jahre, veröffentlicht 04.11.2025) zeigt: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Bestand im Mittel eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4, erdgekoppelte 4,3. Es gab keine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz – entscheidend sind Heizfläche und Anlagenqualität, nicht das Alter des Hauses.

Grenzfall: kleine Gliederheizkörper, Baujahr vor 1980, keine Dämmung. Hier kann der nötige Vorlauf dauerhaft Richtung 65–75 °C steigen. R290 liefert das zwar – aber die JAZ fällt dann in den Bereich um 2,x. Wirtschaftlich sinnvoll ist eine Wärmepumpe grob ab einer JAZ von etwa 3,0. In solchen Fällen lohnt vor dem Einbau ein hydraulischer Abgleich, der Tausch einzelner Problem-Heizkörper (etwa im Bad) oder eine gezielte Teildämmung – oft günstiger als der dauerhafte Effizienzverlust.

Kurz: Die Hochtemperatur-Fähigkeit ist ein Puffer, kein Betriebsmodus. Sie nimmt dem Altbau das Risiko, an wenigen kalten Tagen nicht warm zu werden – ersetzt aber keine Prüfung der Heizflächen.

Aufstellung einer Propan-Wärmepumpe mit Schutzabstand zu Kellerlichtschacht und Gully
Weil Propan schwerer als Luft ist, gilt ein Schutzbereich zu tieferliegenden Öffnungen.

Sicherheit und Aufstellabstände

Propan ist Sicherheitsklasse A3: gering giftig, aber brennbar. Deshalb werden R290-Hauswärmepumpen ganz überwiegend als Monoblock zur Außenaufstellung gebaut. Der komplette Kältekreis mit dem Propan sitzt gekapselt in der Außeneinheit; ins Haus gelangt nur Heizwasser. Die Füllmenge ist gering, der Kreis werkseitig hermetisch gefüllt, moderne Geräte haben Gassensoren und Sicherheitsabschaltung (Mitsubishi Electric, Bosch, 42watt, Stand 2026).

Weil Propan schwerer als Luft ist und sich in Vertiefungen sammeln kann, ist rund um die Außeneinheit ein Schutzbereich einzuhalten, in dem keine Zündquellen und keine tieferliegenden Öffnungen liegen dürfen. Bosch nennt als Grundregel mindestens 1 m zu Gebäudeöffnungen; Fachquellen (IKZ, DIN EN 378-3:2020) fordern für kritische, tieferliegende Öffnungen deutlich mehr:

BezugspunktRichtwert Abstand
Wand / benachbartes Gerätca. 2 m
Fenster, Türen (auf gleicher Höhe)mind. 1 m (Bosch-Grundregel)
Kellerlichtschacht, Kellerabgang, Treppe nach untenbis 5 m
Gully / Kanaleinlauf, Fallrohr, Dachfensterbis 5 m

Abstandsschema nach IKZ „Anlagen mit Kältemittel Propan sicher aufstellen und betreiben", Bosch Home Comfort und DIN EN 378-3:2020, abgerufen 2026-07-03. Maßgeblich ist immer die Aufstellanleitung des Herstellers.

Rechtlich sind je nach Situation eine Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG, § 3 BetrSichV, § 6 GefStoffV) und ggf. ein Explosionsschutzdokument vorgesehen. Für die typische werkseitig gefüllte Monoblock-Außeneinheit im Ein- oder Zweifamilienhaus ist der Aufwand gering – relevant sind vor allem Aufstellort und Abstände (Haustec, IKZ, Stand 2026).

Innen oder außen? Füllmengen-Recht entmystifiziert

Rund um die „150-Gramm-Grenze" gibt es viel Verunsicherung. Diese strengen Füllmengen-Schwellen aus DIN EN 60335-2-40 / EN 378 gelten für die Innenaufstellung: Ohne Zusatzmaßnahmen sind nur kleine Mengen zulässig, für größere braucht es Gassensoren und definierte Lüftung (raum- und aufstellhöhenabhängig bis rund 988 g). Für die üblichen Monoblock-Außengeräte ist diese Innenraum-Grenze meist irrelevant, weil das Propan komplett draußen bleibt (Danfoss, Umweltbundesamt TEXTE 82/2022). Wer also eine Außeneinheit plant, muss sich um die Innenraum-Füllmengengrenzen in der Regel nicht kümmern.

Zukunftssicherheit: F-Gas-Verordnung und Förderung ab 2028

Der stärkste Kaufgrund für R290 ist nicht der heutige Vorteil, sondern die Regulierung der Alternativen.

EU-F-Gas-Verordnung (EU) 2024/573: in Kraft seit 11.03.2024, mit Phase-down der teilfluorierten Kältemittel (HFKW) bis 2050 auf null. Ab 01.01.2027 gilt für neue Monoblock-Wärmepumpen und Klimageräte bis 12 kW eine GWP-Grenze von unter 150. Das trifft R32 (~675) und R410A (~2.088) – nicht R290 (GWP 3). Für Split-Geräte folgen gestaffelte Verbote 2029–2035. Natürliche Kältemittel gelten als zukunftssicher (EU-Verordnung 2024/573; Mitsubishi Electric Factsheet, Stand 2026). Wer heute noch ein R32-Gerät kauft, kauft damit auslaufende Technik.

Der Förder-Hammer ab 2028: Laut BEG-Richtlinie sind ab dem 01.01.2028 voraussichtlich nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel (u. a. R290, R600a, R717, R744) förderfähig. Das heute freiwillige 5 %-Kriterium wird damit zur Grundvoraussetzung jeder Wärmepumpen-Förderung (gebaeudeforum.de / Saniernavigator, Stand 2026). R290 ist damit nicht „nice to have", sondern die förder-sichere Wahl.

Den entfallenen Effizienzbonus richtig einordnen

Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel erhalten in der BEG-Förderung einen Bonus von +5 Prozentpunkten. Die Förderstruktur über das KfW-Programm 458 (Stand 2026) sieht so aus:

BausteinFördersatz
Grundförderung30 %
Klimageschwindigkeits-Bonus (Austausch alter Heizung)20 %
Einkommens-Bonus (zu versteuerndes Einkommen ≤ 40.000 €)30 %
Effizienzbonus (natürliches Kältemittel wie R290)entfallen seit 21.07.2026
maximaler Fördersatz70 % (80 % nur mit dem Einkommensbonus von 40 %)

Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 28.000 € für die erste Wohneinheit, der maximale Zuschuss damit bei 22.400 €. Wichtig beim Thema R290: Den früheren Effizienzbonus von 5 Prozentpunkten für natürliche Kältemittel bzw. für die Wärmequelle Erdreich, Wasser oder Abwasser gibt es seit dem 21.07.2026 ersatzlos nicht mehr. Eine vergleichsweise günstige Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Propan bleibt technisch trotzdem interessant, weil sie hohe Vorlauftemperaturen erreicht (KfW 458; gebaeudeforum.de, Stand 2026).

Kosten: Zahle ich für R290 einen Aufpreis?

Die ehrliche Antwort: kaum. R290-Monoblockgeräte sind konstruktiv eher einfacher – weil der gesamte Kältekreis werkseitig geschlossen in der Außeneinheit sitzt, entfällt beim Anschluss das Arbeiten am Kältekreis (kein „Kälteschein" für die Wasseranbindung nötig). Für den Altbau gibt es R290-Modelle bis rund 14 kW; nach Förderung nennen Marktquellen Preise ab etwa 9.000 € (thermondo, Stand 2026). Rechnet man den +5 %-Bonus und die Zukunftssicherheit gegen den F-Gas-Ausstieg von R32 dagegen, spricht wirtschaftlich wenig gegen und viel für Propan. Zudem ist Propan als natürlicher Stoff günstig und breit verfügbar, was Service und eventuelles Nachfüllen betrifft (energie-experten.org, enpal.de, Wolf, Stand 2026).

Zum Betrieb: R290 arbeitet gegenüber vielen synthetischen Kältemitteln mit vergleichsweise niedrigem Betriebsdruck und guten Wärmeübertragungseigenschaften. Das schont den Verdichter und begünstigt die Lebensdauer.

Wann eine R290-Wärmepumpe NICHT die beste Wahl ist

Für die meisten Bestandsgebäude überwiegen die Vorteile klar – aber die Prüfung der Heizflächen und des Aufstellorts gehört in jede seriöse Planung.

Passt eine R290-Wärmepumpe zu Ihrem Altbau?

Ob 45 °C reichen oder 65 °C nötig sind, entscheidet sich am konkreten Gebäude – Heizlast, Heizflächen und Aufstellort. Ein Fachbetrieb prüft das vor Ort. Auf den lokalen Stadt-Seiten von Wärmepedia finden Sie regionale Hinweise zu Förderung, Handwerkern und kommunaler Wärmeplanung.

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Häufige Fragen

Ist eine R290-Wärmepumpe gut für den Altbau?
Ja. Propan (R290) erreicht Vorlauftemperaturen bis 75 °C, sodass vorhandene Heizkörper meist bleiben können. Am effizientesten läuft die Anlage aber bei 45–55 °C – die 75 °C sind eine Reserve für den kältesten Tag, kein Dauerbetrieb. Die Fraunhofer-ISE-Studie „WP-QS im Bestand" (2025) zeigt: Auch im Bestand liegt die JAZ von Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel bei 3,4, ohne Zusammenhang zum Baujahr.
Wie hoch ist der GWP von R290?
R290 hat einen GWP von 3 nach älterer Zählung, nach IPCC AR6 (2021) sogar nur 0,02. Zum Vergleich: R32 liegt bei rund 675, R410A bei etwa 2.088 (Bosch, Mitsubishi Electric, Stand 2026). Propan ist damit rund 200- bis 700-mal klimafreundlicher als gängige synthetische Kältemittel.
Ist eine Propan-Wärmepumpe gefährlich?
Propan ist brennbar (Sicherheitsklasse A3), aber die Gefahr gilt bei fachgerechter Installation als beherrschbar. R290-Hauswärmepumpen sind fast immer Monoblock-Außengeräte: Das Propan sitzt gekapselt in geringer Menge in der Außeneinheit, ins Haus gelangt nur Heizwasser. Moderne Geräte haben Gassensoren und Sicherheitsabschaltung. Wichtig sind die Aufstellabstände zu Öffnungen.
Welche Abstände muss eine R290-Außeneinheit einhalten?
Weil Propan schwerer als Luft ist, gilt ein Schutzbereich: Als Grundregel nennt Bosch mindestens 1 m zu Fenstern und Türen, rund 2 m zu Wänden. Zu tieferliegenden, kritischen Öffnungen wie Kellerlichtschächten, Kellerabgängen, Gullys oder Fallrohren sind laut Fachquellen (IKZ, DIN EN 378-3) bis zu 5 m einzuhalten. Im Schutzbereich dürfen keine Zündquellen liegen. Maßgeblich ist die Herstelleranleitung.
Wird R290 verboten oder ausgeschlossen?
Nein. Die EU-F-Gas-Verordnung 2024/573 (seit 11.03.2024) verbietet ab 01.01.2027 für neue Monoblock-Wärmepumpen bis 12 kW nur Kältemittel mit GWP über 150 – das trifft R32 und R410A, nicht R290 (GWP 3). Natürliche Kältemittel gelten als zukunftssicher. R290 ist von den Verboten ausgenommen.
Bekomme ich für R290 mehr Förderung?
Nein. Den Bonus von +5 Prozentpunkten für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel gibt es in der BEG-Förderung (KfW-Programm 458) seit dem 21.07.2026 nicht mehr, er ist ersatzlos entfallen. Der maximale Fördersatz liegt bei 70 % – auf 80 % steigt er nur mit dem Einkommensbonus von 40 %. Die förderfähigen Höchstkosten betragen 28.000 € (erste Wohneinheit), der maximale Zuschuss 22.400 €. Ab 01.01.2028 sind laut BEG voraussichtlich nur noch natürliche Kältemittel förderfähig – R290 ist damit die förder-sichere Wahl.
Wie effizient ist R290 bei hoher Vorlauftemperatur?
Die Effizienz sinkt mit steigendem Vorlauf. Bei 35 °C erreichen moderne R290-Luft-Wasser-Geräte bis A+++ (SCOP über 5,1), bei 55 °C etwa A++ (SCOP ~3,1–3,6). An sehr kalten Tagen (A-7/W55) liegt der COP um 1,9. Die 75 °C-Fähigkeit ist also eine Reserve, kein Effizienz-Empfehlungspunkt (42watt, reduco.ai, Herstellerdatenblätter, Stand 2026).
Kostet eine R290-Wärmepumpe mehr als eine mit R32?
Kaum. Monoblock-R290-Geräte sind konstruktiv eher einfacher, beim Anschluss entfällt das Arbeiten am Kältekreis. Für Altbauten gibt es Modelle bis rund 14 kW, nach Förderung ab etwa 9.000 € (thermondo, Stand 2026). Zusammen mit dem 5 %-Bonus und der F-Gas-Zukunftssicherheit spricht wirtschaftlich wenig gegen Propan.

Quellen (Stand-Daten wie angegeben)

  • Bosch Home Comfort – „Propan Wärmepimpe" (GWP-Vergleich, 75 °C, Aufstellregel), Link, abgerufen 2026-07-03.
  • Mitsubishi Electric – „Kältemittel R290 (Propan)" (GWP 0,02 nach IPCC AR6, Klasse A3, Außenaufstellung), Link, abgerufen 2026-07-03.
  • energie-experten.org – „Propan-Wärmepumpe" (Thermodynamik, kritische Temperatur, Betriebsdruck), Link, abgerufen 2026-07-03.
  • Fraunhofer ISE – Studie „WP-QS im Bestand" via Bundesverband Wärmepumpe (BWP), JAZ 3,4 / 4,3, Link, veröffentlicht 04.11.2025.
  • IKZ – „Anlagen mit Kältemittel Propan sicher aufstellen und betreiben" (Schutzbereich, Abstände), Link, abgerufen 2026-07-03; DIN EN 378-3:2020.
  • Danfoss – „IEC 60335 Grenzwerte brennbare Kältemittel" und Umweltbundesamt TEXTE 82/2022 „Hauswärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln", abgerufen 2026-07-03.
  • EU-Verordnung (EU) 2024/573 (F-Gas), in Kraft seit 11.03.2024; Stichtag Monoblock < 12 kW: 01.01.2027.
  • KfW-Programm 458 (BEG Heizungsförderung) und gebaeudeforum.de (dena) – Fördersätze, Höchstkosten; Förderpflicht natürliche Kältemittel ab 01.01.2028, Link, Stand 2026.
  • thermondo – „Kältemittel R290" (bis 14 kW, ab ~9.000 € nach Förderung), Link, abgerufen 2026-07-03.
  • 42watt / reduco.ai – SCOP-Klassen und COP-Werte nach Vorlauftemperatur, abgerufen 2026-07-03.