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Wärmepumpen-Arten im Vergleich: Luft, Erde oder Grundwasser?

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Luft-Wasser-Wärmepumpe an der Außenwand eines modernen deutschen Einfamilienhauses
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe ist für die meisten Häuser die richtige Wahl: günstig (ca. 12.000–25.000 €), genehmigungsfrei, in 1–3 Tagen installiert. Reale Feld-JAZ 3,4 (Fraunhofer ISE, 03.11.2025). Rund 95 % des Marktes 2025 (BWP).
  • Sole/Erdwärme ist effizienter (JAZ 4,3), braucht aber Bohrung oder große Gartenfläche und eine Anzeige bei der Wasserbehörde. Kosten ca. 20.000–35.000 €.
  • Grundwasser ist am effizientesten (JAZ bis ~5), aber nur bei geeignetem Grundwasser sinnvoll und immer wasserrechtlich genehmigungspflichtig (WHG).
  • Luft-Luft ist ein Sonderfall ohne Warmwasser und Heizkörper – nur für sehr gut gedämmte Häuser.
  • Förderung 2026 (KfW 458): bis zu 70 % Zuschuss, gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten = max. 21.000 €. Der Effizienzbonus (+5 %) begünstigt gerade Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen.

Typ-Finder: Welche Wärmepumpen-Art passt zu Ihrem Grundstück?

Grobe Orientierung anhand von Fläche, Budget und Effizienzwunsch. Ersetzt keine Vor-Ort-Prüfung durch einen Fachbetrieb.

Die 4 Wärmepumpen-Arten auf einen Blick

Wärmepumpen unterscheiden sich vor allem darin, woher sie ihre Wärme holen – aus der Außenluft, aus dem Erdreich oder aus dem Grundwasser. Diese Wärmequelle bestimmt Effizienz, Kosten, Platzbedarf und ob eine Genehmigung nötig ist. Die folgende Tabelle fasst die vier Bauarten zusammen; die Details erklären wir darunter.

KriteriumLuft-WasserSole/ErdwärmeGrundwasserLuft-Luft
Reale JAZ (Feld)~3,4~4,3bis ~5keine (SCOP-Basis)
Anschaffung (EFH)~12.000–25.000 €~20.000–35.000 €~20.000–40.000 €~8.000–15.000 €
PlatzbedarfAufstellplatz außenBohrung o. Fläche 1,5–2× Wohnfl.2 Brunnen + WasserInnen-/Außengeräte
Genehmigungi. d. R. keine (nur Lärm)Anzeige Wasserbehörde, ab 100 m Bergamtimmer wasserrechtl. Erlaubnis (WHG)i. d. R. keine
Aufwand/Bauzeitgering, 1–3 Tagehoch, Wochen–Monatehoch, Wochen–Monategering
Warmwasserjajajanein (separat nötig)

JAZ-Werte: Fraunhofer ISE, Feldmessung im Bestand, 03.11.2025 (Grundwasser sekundär, konservativ „bis 5“). Kosten: Ratgeber-Spannen 2026, vor Förderung.

Erdsonden-Bohrung für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe im Garten
Die Erdsonde wird senkrecht ins Erdreich gebohrt, im Schnitt rund 100 Meter tief.

Wie unterscheiden sich die Arten?

Luft-Wasser-Wärmepumpe – der Standard

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und überträgt sie auf den Heizkreislauf (Heizkörper oder Fußbodenheizung) und das Warmwasser. Sie ist mit Abstand am verbreitetsten: 2025 entfielen rund 95 % der etwa 299.000 abgesetzten Heizungs-Wärmepumpen auf diese Bauart (BWP, Stand Januar 2026). Der Grund ist praktisch: keine Bohrung, kein Eingriff ins Erdreich, keine wasserrechtliche Genehmigung, Installation meist in 1–3 Tagen.

Ihr Schwachpunkt ist die schwankende Quelltemperatur – im Winter, wenn am meisten geheizt wird, ist die Luft am kältesten. Trotzdem liegt die real gemessene Jahresarbeitszahl inzwischen bei 3,4 (Fraunhofer ISE, 03.11.2025) und damit deutlich über dem Feldwert von rund 3,1 aus dem Jahr 2019. Wann es nicht ideal ist: bei sehr beengten Grundstücken mit geringem Nachbarabstand kann der Schallschutz zum Thema werden – hier lohnt ein Blick auf leise Geräte und den Aufstellort.

Sole-Wasser- / Erdwärme-Wärmepumpe – Kollektor oder Erdsonde

Erdwärme-Wärmepumpen nutzen die im Boden gespeicherte Wärme über eine Sole-Flüssigkeit. Zwei Bauformen:

Weil das Erdreich ganzjährig relativ konstant temperiert ist, arbeitet die Erdwärmepumpe effizienter – reale Feld-JAZ 4,3 (Fraunhofer ISE, 03.11.2025). Sie ist sehr wartungsarm; Erdsonden halten mehrere Jahrzehnte.

Grundwasser- (Wasser-Wasser-) Wärmepumpe – die effizienteste

Diese Bauart nutzt Grundwasser über einen Förder- und einen Schluckbrunnen. Das Grundwasser ist ganzjährig etwa 8–12 °C warm – daher die höchste Effizienz mit einer JAZ bis rund 5 (Sekundärquellen co2online/ADAC, 2026). Der Preis: hoher Erschließungsaufwand mit zwei Brunnen (~4.000–15.000 €) und – ganz wichtig – die Eignung des Grundwassers. Zu hohe Eisen- oder Manganwerte führen zu Verockerung der Brunnen; eine Wasseranalyse ist Pflicht. Wann es nicht passt: ohne ergiebiges, sauberes Grundwasser oder in Wasserschutzgebieten scheidet diese Variante meist aus.

Luft-Luft-Wärmepumpe – Sonderfall ohne Warmwasser

Die Luft-Luft-Wärmepumpe (Split-Klimagerät) heizt und kühlt direkt über die Raumluft – ohne Wasserkreislauf, ohne Heizkörper oder Fußbodenheizung. Sie kann kein Warmwasser bereiten; dafür braucht es eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe (~2.000–3.500 €). Günstig in der Anschaffung (~8.000–15.000 €), aber sinnvoll nur in sehr gut gedämmten Gebäuden bzw. Passivhäusern. BEG-Förderung gibt es nur, wenn sie das primäre Heizsystem ist und mindestens 80 % der Gebäudeheizlast deckt (Raumheizungs-Wirkungsgrad ETAs mind. 181 % bis 12 kW, mind. 150 % darüber – Stand 2026, vor Antrag bei der Förderstelle prüfen).

Effizienz im Vergleich: Was die Jahresarbeitszahl (JAZ) sagt

Die Jahresarbeitszahl gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe pro Kilowattstunde Strom über ein Jahr liefert. JAZ 4 bedeutet: aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme. Wirtschaftlich ist der Betrieb in der Regel ab einer JAZ von etwa 3,0.

Reale Feld-JAZ 2025 statt Laborwerte

Viele Ratgeber rechnen noch mit Laborwerten (SCOP) oder alten Feldstudien. Die aktuellste Messung im echten Gebäudebestand stammt vom Fraunhofer ISE (Projekt „WP-QS im Bestand“, veröffentlicht 03.11.2025): über vier Jahre an 77 Anlagen in älteren Ein- und Zweifamilienhäusern ergaben sich im Mittel 3,4 für Luft-Wasser und 4,3 für erdgekoppelte Systeme (Gesamtspanne aller Anlagen 2,6–5,4). Bemerkenswert: Es gab keinen Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz – Wärmepumpen liefen auch im unsanierten Altbau effizient.

Warum Erde und Grundwasser vorne liegen

Der Unterschied kommt von der Quelltemperatur. Je kleiner der Temperaturhub zwischen Wärmequelle und Heizwasser, desto weniger Strom braucht der Verdichter. Erdreich (konstant ~8–10 °C) und Grundwasser (~8–12 °C) sind im Winter viel wärmer als die Außenluft – daher die höhere JAZ.

Was 1,0 mehr JAZ pro Jahr spart

Der Stromverbrauch ergibt sich aus Wärmebedarf geteilt durch JAZ. Eine Wärmepumpe mit JAZ 4 verbraucht rund 20 % weniger Strom als eine mit JAZ ~3,2 (ADAC-Merkregel, 2026). Beispiel bei 15.000 kWh Wärmebedarf und 25 ct/kWh (Wärmepumpen-Tarif nach § 14a EnWG):

TypJAZStrom/JahrKosten/Jahr
Luft-Wasser3,4~4.412 kWh~1.103 €
Erdwärme4,3~3.488 kWh~872 €
Grundwasser5,0~3.000 kWh~750 €

Rechenbeispiel mit offengelegten Annahmen (15.000 kWh/Jahr, 25 ct/kWh). Reale Werte hängen von Dämmung, Heizsystem und Tarif ab.

Innengerät und Hydraulik einer Wärmepumpe im Technikraum
Anschaffung, Effizienz und Betriebskosten hängen stark von der gewählten Wärmequelle ab.

Kosten im Vergleich: Anschaffung, Bohrung, Betrieb

Anschaffungskosten je Art (2026, vor Förderung)

Preisspannen aus Ratgebern (co2online, ADAC, Vattenfall), 2026 – sekundär und volatil.

Förderung 2026: bis zu 70 % über KfW 458

Die staatliche Förderung für den Heizungstausch (KfW-Programm 458) setzt sich zusammen aus 30 % Grundförderung + 20 % Klimageschwindigkeitsbonus (beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung) + 30 % Einkommensbonus (zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 40.000 €, nur Selbstnutzer) + 5 % Effizienzbonus. Der maximale Fördersatz beträgt 70 %. Die förderfähigen Höchstkosten sind für die erste Wohneinheit im Einfamilienhaus auf 30.000 € gedeckelt – der maximale Zuschuss liegt damit bei 21.000 € (BAFA/BEG, Stand 2026).

Der Effizienzbonus (+5 %) wird u. a. für Erdreich oder Wasser als Wärmequelle gewährt (oder für natürliche Kältemittel wie Propan). Er verbilligt damit gezielt die teureren Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen und verkleinert den Kostenabstand zur Luft-Wasser-Variante.

Betriebskosten & 20-Jahres-Gesamtkosten (TCO)

Die Anschaffung ist nur die halbe Wahrheit. Stromkosten für ein EFH liegen 2026 meist bei ~750–1.600 €/Jahr; effiziente Erd- und Grundwassersysteme am unteren Rand. Über 20 Jahre spart die Erdwärmepumpe im obigen Beispiel rund 231 €/Jahr gegenüber Luft-Wasser, also grob 4.600 € – nach Förderung (Effizienzbonus) kann sich der höhere Bohraufwand damit teilweise amortisieren. Ob er sich voll rechnet, hängt vom Wärmebedarf und Strompreis ab; bei kleinem, gut gedämmtem Haus lohnt die Bohrung seltener, bei hohem Wärmebedarf eher.

Genehmigung & Recht: der oft unterschätzte Unterschied

Luft-Wasser & Luft-Luft: meist genehmigungsfrei

Für Luftwärmepumpen ist weder eine wasser- noch eine bergrechtliche Genehmigung nötig. Relevant sind vor allem der Lärmschutz (TA Lärm, Abstand zum Nachbarn – siehe Empfehlungen des Umweltbundesamts) und ggf. das Baurecht (Aufstellort, Abstandsflächen). Deshalb ist dieser Typ so verbreitet.

Erdsonde: Anzeige, ab 100 m auch Bergamt

Jedes Erdwärme-Vorhaben muss der Unteren Wasserbehörde angezeigt werden; erreicht die Bohrung das Grundwasser, ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Bohrungen tiefer als 100 m sind zusätzlich dem Landesbergamt anzuzeigen (Bergrecht); private Bohrungen bis 100 m auf dem eigenen Grundstück fallen in der Regel nicht unter das Bergrecht. In Wasserschutzzonen I, II und III/IIIA sind Erdwärmesonden meist verboten, in Zone IIIB oft unbedenklich. Die genauen Anforderungen regeln die Bundesländer (z. B. Leitfäden der geologischen Dienste wie LGRB Baden-Württemberg oder Geologischer Dienst NRW).

Prüfen Sie vor der Planung die Geothermie-Eignungskarte Ihres Bundeslandes und die Wasserschutzzone. Diese Voraussetzungen entscheiden oft schon, ob Erdwärme oder Grundwasser überhaupt in Frage kommt.

Grundwasser: immer wasserrechtliche Erlaubnis (WHG)

Jede Grundwasserentnahme ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) genehmigungspflichtig – über eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde. Die Bearbeitung dauert typisch 4–16 Wochen, die Gebühren liegen bei etwa 300–800 € (teils zzgl. hydrogeologisches Vorgutachten 100–300 €). Eingereicht werden u. a. Gutachten, Lageplan, Brunnenpläne, Wasseranalyse und Entnahmemenge (Richtwert Förderrate ~1 l/s je 15 kW). Regional kann eine Wasserentnahmegebühr anfallen (~0,01–0,20 €/m³).

Für wen welche Art? Die Entscheidungsmatrix

Ihre SituationEmpfehlung
Standard-EFH, wenig Aufwand, begrenztes BudgetLuft-Wasser
Bohrung möglich, Effizienz wichtig, höheres BudgetSole/Erdsonde
Großer, unversiegelter Garten, mittleres BudgetSole/Flächenkollektor
Ergiebiges, sauberes Grundwasser, maximale EffizienzGrundwasser
Passivhaus/sehr gut gedämmt, Kühlfunktion gewünschtLuft-Luft (+ Brauchwasser-WP)
Wasserschutzzone I–IIIAmeist nur Luft-Wasser

Marktrealität ehrlich eingeordnet: Dass 2025 rund 95 % Luft-Wasser und nur ~5 % Erdreich verbaut wurden (BWP), heißt nicht, dass Luft-Wasser „schlechter“ ist. Erdwärme ist effizienter, scheitert in der Praxis aber oft an Kosten, Genehmigung oder Grundstück. Die effizienteste Anlage nützt wenig, wenn sie auf Ihrem Grundstück nicht umsetzbar ist.

Angebote für Ihr Haus vergleichen

Welche Art sich rechnet, hängt von Ihrem konkreten Gebäude, Grundstück und den regionalen Vorgaben ab. Für Erdwärme und Grundwasser lohnt eine frühe Prüfung von Geologie und Wasserschutzzone. Auf den lokalen Stadt-Seiten von Wärmepedia finden Sie regionale Hinweise zu Genehmigung, Förderung und Fachbetrieben.

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Häufige Fragen

Welche Wärmepumpe ist die effizienteste?
Grundwasser-Wärmepumpen (Wasser-Wasser) erreichen die höchsten Werte mit einer JAZ bis rund 5, weil Grundwasser ganzjährig ~8–12 °C warm ist. Erdwärme folgt mit real gemessener JAZ 4,3, Luft-Wasser mit 3,4 (Fraunhofer ISE, 03.11.2025). Die effizienteste Technik ist aber nur dann die beste Wahl, wenn Grundstück und Genehmigung passen.
Welche Wärmepumpe eignet sich für den Altbau?
Alle Bauarten können im Altbau funktionieren. Die Fraunhofer-ISE-Feldstudie 2025 fand keinen Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz – Wärmepumpen liefen auch im unsanierten Bestand effizient. Entscheidend sind ausreichend große Heizflächen und eine passende Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr. Für die meisten Altbauten ist Luft-Wasser der pragmatische Standard.
Was kostet eine Erdwärme-Bohrung?
Eine Erdsonde reicht typisch 30–200 m tief (im Schnitt ~100 m). Die Bohrkosten liegen grob bei 45–75 €/m bzw. 8.000–16.000 € gesamt. Ein Flächenkollektor ist im Material günstiger (~2.000–5.000 €), braucht aber unversiegelte Gartenfläche vom 1,5- bis 2-Fachen der beheizten Wohnfläche (co2online, 2026).
Braucht man für eine Luftwärmepumpe eine Genehmigung?
In der Regel nein – weder wasser- noch bergrechtlich. Relevant sind vor allem der Lärmschutz (TA Lärm, Abstand zum Nachbarn) und ggf. baurechtliche Abstandsflächen für den Aufstellort. Das macht Luft-Wasser zur schnellsten und unkompliziertesten Variante.
Braucht eine Grundwasser-Wärmepumpe eine Genehmigung?
Ja, immer. Jede Grundwasserentnahme ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) genehmigungspflichtig; nötig ist eine wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde. Die Bearbeitung dauert typisch 4–16 Wochen, die Gebühren liegen bei ca. 300–800 € plus ggf. Vorgutachten. Erforderlich sind u. a. Gutachten, Brunnenpläne und Wasseranalyse.
Lohnt sich Erdwärme trotz höherer Kosten?
Das hängt vom Wärmebedarf ab. Die höhere JAZ (4,3 statt 3,4) senkt die Stromkosten – im Rechenbeispiel um rund 231 €/Jahr, über 20 Jahre etwa 4.600 €. Zusammen mit dem Effizienzbonus (+5 % Förderung) kann sich der Mehraufwand für die Bohrung teilweise amortisieren. Bei hohem Wärmebedarf lohnt es eher, bei kleinem, gut gedämmtem Haus seltener.
Welche Wärmepumpe passt bei wenig Platz?
Ohne Garten scheidet der Flächenkollektor aus. Übrig bleiben Luft-Wasser (nur ein Aufstellplatz außen mit Schallabstand nötig) oder eine platzsparende Erdsonde bzw. Grundwasser-Brunnen – letztere erfordern jedoch Bohrung und Genehmigung. Für die meisten Grundstücke mit wenig Fläche ist Luft-Wasser die praktischste Lösung.
Was ist der Unterschied zwischen Luft-Luft und Luft-Wasser?
Luft-Wasser gibt die Wärme an einen Wasserkreislauf ab (Heizkörper/Fußbodenheizung) und bereitet Warmwasser. Luft-Luft heizt und kühlt direkt über die Raumluft (Split-Gerät), kann aber kein Warmwasser erzeugen – dafür braucht es eine separate Brauchwasser-Wärmepumpe. Luft-Luft eignet sich nur für sehr gut gedämmte Gebäude.
Welche Wärmepumpe wird am häufigsten verbaut?
Luft-Wasser dominiert klar: 2025 entfielen rund 95 % der etwa 299.000 abgesetzten Heizungs-Wärmepumpen darauf, erdgekoppelte Systeme kamen auf nur ~5 % (~16.000 Anlagen). Grund sind die niedrigeren Kosten, der geringe Aufwand und die fehlende Genehmigungspflicht (BWP, Stand Januar 2026).
Quellen
  • Fraunhofer ISE, Projekt „WP-QS im Bestand“, Pressemitteilung „Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich“ – ise.fraunhofer.de, Stand 03.11.2025
  • Bundesverband Wärmepumpe (BWP), Absatzzahlen 2025 – waermepumpe.de, Stand Januar 2026
  • Fraunhofer ISE, Feldstudie 2019 (Einordnung) – über vattenfall.de, 2019
  • BAFA / Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), KfW-Programm 458 – bafa.de, Förderstand 2026
  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Genehmigungspflicht Grundwasserentnahme – Gesetzestext, 2026
  • Erdwärmesonden-Leitfäden der Länder (LGRB Baden-Württemberg, Geologischer Dienst NRW), 2026
  • Umweltbundesamt (UBA), Empfehlungen zum Schallschutz bei Wärmepumpen, 2026
  • co2online, ADAC, Vattenfall – Kosten- und Platzbedarf-Spannen (sekundär), 2026