Was kostet eine Wärmepumpe? Preise 2026 nach Typ & Komponenten
- Eine Wärmepumpe inklusive Einbau kostet im Einfamilienhaus 2026 meist 20.000 bis 60.000 Euro vor Förderung – der Preis hängt vor allem vom Typ und von der Quellenerschließung ab (ADAC, 2026).
- Luft-Wasser 20.000–35.000 €, Erdwärme 30.000–55.000 €, Grundwasser 35.000–60.000 € – die teuren Systeme sind es fast nur wegen der Bohrung bzw. Brunnen (ADAC / Enpal, 2026).
- Über die KfW-Förderung 458 sind bis zu 70 % Zuschuss möglich, bezogen auf förderfähige Höchstkosten von 30.000 € – maximal 21.000 € Zuschuss (KfW, 2026).
- Der größte versteckte Kostentreiber ist die Erdsondenbohrung: 50–100 € pro Bohrmeter, für ein 130-m²-Haus rund 180–220 Meter (Branchenrichtwerte, 2026).
- Im Altbau kommen oft 5.000 bis 20.000 € für Heizkörper, hydraulischen Abgleich und Elektrik hinzu (ADAC / thermondo, 2026).
Grobe Orientierung auf Basis von Marktspannen 2026 (ADAC, Enpal). Ersetzt kein Vor-Ort-Angebot. Erschließung, Gebäudezustand und Region können den Preis deutlich verschieben.
Wärmepumpe-Kosten 2026 auf einen Blick
Die Preisspanne für Wärmepumpen ist groß, weil zwei Systeme mit demselben Namen technisch sehr unterschiedlich sind: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe holt die Wärme aus der Außenluft und braucht keine Bohrung. Eine Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpe braucht dagegen eine aufwendige Quellenerschließung – und genau die macht sie teuer. Die folgende Übersicht zeigt die typischen Gesamtkosten inklusive Einbau und üblicher Nebenkosten im Einfamilienhaus, jeweils vor Förderung.
| Typ | Gerät | Erschließung | Gesamt (mit Einbau) | Nach max. KfW-Förderung* |
|---|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | 8.000–16.000 € | – | 20.000–35.000 € | ca. 6.000–14.000 € |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | 10.000–18.000 € | 3.000–25.000 € | 30.000–55.000 € | ca. 9.000–34.000 € |
| Wasser-Wasser (Grundwasser) | 14.000–22.000 € | 6.000–20.000 € | 35.000–60.000 € | ca. 14.000–39.000 € |
| Luft-Luft | – | – | 8.000–15.000 € | i. d. R. keine KfW 458 |
Quellen: ADAC (2026), Enpal (2026), 1KOMMA5° (2026). *Bestmöglicher Fall nach Abzug des maximalen KfW-Zuschusses – 70 % der förderfähigen Kosten, höchstens 21.000 €. Bei Gesamtkosten unter 30.000 € greift der Zuschuss nur auf die tatsächlichen Kosten (z. B. 70 % von 20.000 € = 14.000 €, nicht die vollen 21.000 €). Der volle Fördersatz von 70 % setzt den Einkommensbonus voraus.

Kosten nach Wärmepumpen-Typ
Luft-Wasser-Wärmepumpe – 20.000 bis 35.000 €
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das mit Abstand häufigste System im Bestand und in der Regel die günstigste Heiz-Wärmepumpe, weil keine Quellenerschließung nötig ist. Das Gerät selbst kostet etwa 8.000 bis 16.000 €, der Einbau rund 3.000 bis 12.000 €; dazu kommen übliche Nebenkosten wie Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich und Elektrik, sodass das Gesamtprojekt meist bei 20.000 bis 35.000 € liegt (ADAC, 2026). Die reale Jahresarbeitszahl liegt laut Feldstudien des Fraunhofer ISE bei rund 3,4 – wirtschaftlich wird der Betrieb ab etwa 3,0 (Fraunhofer ISE). Nachteil: Bei sehr niedrigen Außentemperaturen sinkt die Effizienz, und die Außeneinheit macht Geräusche – ab Januar 2026 gelten für die KfW-Förderfähigkeit verschärfte Schallschutzanforderungen an die Außeneinheit (Enter, 2026).
Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) – 30.000 bis 55.000 €
Erdwärme ist effizienter (reale JAZ rund 4,3 laut Fraunhofer ISE), aber deutlich teurer. Das Gerät kostet 10.000 bis 18.000 €, die Installation 2.000 bis 3.000 €, dazu kommt die Erschließung mit 3.000 bis 25.000 € (gruenes.haus / ADAC, 2026). Zwei Varianten sind üblich: die platzsparende Erdsondenbohrung (rund 9.000–22.000 € reine Bohrung plus Nebenkosten) oder der Flächenkollektor (3.000–10.000 €), der eine große, dauerhaft unbebaubare Grundstücksfläche braucht. Für die Bohrung ist eine Genehmigung nötig – dazu unten mehr.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Grundwasser) – 35.000 bis 60.000 €
Die Grundwasser-Wärmepumpe ist am effizientesten, aber am teuersten und nur bei geeigneter Hydrogeologie möglich. Die Anschaffung liegt bei rund 14.000 bis 22.000 €, die Installation bei 2.000 bis 3.000 €, die Erschließung über einen Saug- und einen Schluckbrunnen bei 6.000 bis 20.000 € (Enpal / ADAC, 2026). Ob am Standort genügend Grundwasser in passender Qualität und Menge vorhanden ist, entscheidet die untere Wasserbehörde – und in Wasserschutzgebieten ist das System oft nicht zulässig.
Luft-Luft-Wärmepumpe – 8.000 bis 15.000 € (Sonderfall)
Die Luft-Luft-Wärmepumpe heizt über die Raumluft statt über Wasser und liefert kein Warmwasser. Sie ist der günstigste Typ (8.000–15.000 €, Enter, 2026), eignet sich aber nur für gut gedämmte Häuser ohne klassische Zentralheizung und ist über die KfW 458 in der Regel nicht förderfähig, weil sie kein wassergeführtes Heizsystem versorgt.
Die Kosten nach Komponenten aufgeschlüsselt
Wer Angebote vergleichen will, sollte die vier Kostenblöcke getrennt betrachten – hier entstehen die großen Unterschiede. Die Gesamtsumme liegt in der Regel über der reinen Summe aus Gerät und Einbau, weil Peripherie und Nebenkosten (Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich, Elektrik, Demontage) hinzukommen.
1. Das Gerät
Die reine Wärmepumpe kostet je nach Typ zwischen 8.000 und 22.000 € (ADAC / Enpal, 2026). Der Preis hängt von Leistung, Effizienz, Kältemittel (natürliche Kältemittel wie Propan sind gefragter) und Marke ab. Wichtig für den Angebotsvergleich: Ist der Preis netto oder brutto? Die KfW-Förderung wird auf die Bruttokosten (inklusive Mehrwertsteuer) berechnet.
2. Installation und Montage
Für Einbau, Hydraulik, Anbindung an das Heizsystem und Inbetriebnahme fallen rund 2.000 bis 12.000 € an (ADAC, 2026). Die Spanne ist groß, weil hier regionale Handwerker-Stundensätze und der Aufwand im Haus stark schwanken.
3. Quellenerschließung – der eigentliche Kostentreiber
Bei Erd- und Grundwasser-Systemen entscheidet die Erschließung über den Gesamtpreis. Kein großer Ratgeber rechnet sie transparent vor – hier die Logik:
- Erdsondenbohrung: rund 50 bis 100 € pro Bohrmeter je nach Bodenbeschaffenheit. Ein 130-m²-Haus mit etwa 10 kW Heizlast braucht rund 180 bis 220 Bohrmeter – das sind allein rund 9.000 bis 22.000 € reine Bohrkosten. Dazu kommen Anfahrt (500–2.000 €), Baustelleneinrichtung (300–800 €) und Bohrgutentsorgung (200–600 €) (Branchenrichtwerte, 2026).
- Flächenkollektor: 3.000 bis 10.000 €, günstiger als die Bohrung, aber nur bei großer freier Grundstücksfläche (ADAC, 2026).
- Grundwasser-Brunnen: 6.000 bis 20.000 € für Saug- und Schluckbrunnen (Enpal, 2026).
- Genehmigung: Erdsondenbohrungen (in der Regel bis 100 m Tiefe) müssen bei der unteren Wasserbehörde genehmigt und dem geologischen Dienst gemeldet werden – rund 500 bis 1.500 € (thermondo, 2026). In Wasserschutzgebieten ist Erdwärme teils gar nicht erlaubt. Ein Blick in die lokale Geologie und die Wasserschutzgebiete lohnt sich vor jeder Planung.
4. Heizkörper-Anpassung und Vorlauftemperatur
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten mit niedriger Vorlauftemperatur. Wo alte Heizkörper zu klein sind, hilft der Tausch auf Niedertemperatur-Heizkörper (250–600 € pro Stück) oder das Nachrüsten einer Fußbodenheizung (deutlich teurer). Fast immer nötig und förderrelevant ist der hydraulische Abgleich (800–1.500 €), der die Wärmeverteilung optimiert (Enpal, 2026). Nicht jedes Haus braucht neue Heizkörper – oft reicht der Abgleich plus punktueller Tausch einzelner Räume.

Versteckte Kosten, die Angebote gern verschweigen
Viele Erstangebote nennen nur Gerät plus grobe Montage. Diese Positionen tauchen erst später auf – sie summieren sich schnell auf mehrere Tausend Euro:
| Position | Typische Kosten |
|---|---|
| Pufferspeicher | 1.000–3.000 € |
| Hydraulischer Abgleich | 800–1.500 € |
| Zählerschrank / separater WP-Zähler | 500–2.500 € |
| Elektrik-Upgrade / Anschluss | 1.000–5.000 € |
| Demontage und Entsorgung Altheizung / Öltank | 1.000–6.000 € |
| Kernbohrung / Wanddurchführung | 500–5.000 € |
| Fundament für die Außeneinheit | 300–800 € |
| Genehmigung Erd-/Wassersysteme | 1.000–5.000 € |
Quellen: Enpal (2026), Enter (2026). Nicht alle Positionen fallen bei jedem Projekt an – ein Luft-Wasser-Neubau kommt ohne Bohrung und Tankentsorgung aus.
Betriebskosten pro Jahr
Die Stromkosten fürs Heizen liegen im Einfamilienhaus meist bei 750 bis 1.600 € pro Jahr (ADAC, 2026). Rechenbeispiel: 20.000 kWh Wärmebedarf geteilt durch eine JAZ von 4 ergibt rund 5.000 kWh Strom; bei rund 30 ct/kWh sind das etwa 1.500 € im Jahr (thermondo, 2026). Mit einem Wärmepumpentarif nach Paragraf 14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtung mit reduziertem Netzentgelt) sind 22 bis 26 ct/kWh möglich – das senkt die Rechnung spürbar (Enter, 2026). Dazu kommt die Wartung mit 150 bis 400 € pro Jahr (thermondo / Enter, 2026). Je höher die reale JAZ, desto niedriger die Betriebskosten – Erdwärme (JAZ ~4,3) fährt hier langfristig günstiger als Luft-Wasser (JAZ ~3,4), so das Fraunhofer ISE.
Förderung 2026: So viel zahlt die KfW dazu
Die zentrale Förderung ist das KfW-Programm 458. Sie setzt sich aus Bausteinen zusammen (KfW, Stand 2026):
- Grundförderung: 30 % für jeden Antragsteller.
- Klimageschwindigkeitsbonus: 20 % beim Austausch einer alten fossilen Heizung – in voller Höhe bis Ende 2028, danach alle zwei Jahre um 3 Prozentpunkte fallend (KfW, Stand 2026).
- Einkommensbonus: 30 % für Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 € pro Jahr.
- Effizienzbonus: 5 % bei Nutzung von Wasser, Erdreich oder Abwasser als Quelle oder bei natürlichem Kältemittel.
Der Fördersatz ist auf maximal 70 % gedeckelt. Die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 30.000 € für die erste Wohneinheit, der maximale Zuschuss damit bei 21.000 €. Wichtig: Kosten oberhalb von 30.000 € tragen Sie voll selbst, und bei günstigeren Anlagen greift der Zuschuss nur auf die tatsächlichen Kosten – nicht automatisch auf die vollen 21.000 €. Der Antrag ist vor Vorhabenbeginn zu stellen (Stand 2026).
Rechenbeispiel: Kosten für ein typisches Einfamilienhaus
Ein saniertes 140-m²-Haus, Austausch einer alten Gasheizung, Selbstnutzer mit mittlerem Einkommen (kein Einkommensbonus):
| Luft-Wasser | Erdwärme (Sole) | |
|---|---|---|
| Gesamtkosten (brutto) | 32.000 € | 48.000 € |
| Förderfähig (max. 30.000 €) | 30.000 € | 30.000 € |
| Fördersatz (30 % + 20 % + 5 %) | 55 % | 55 % |
| Zuschuss | 16.500 € | 16.500 € |
| Eigenanteil | 15.500 € | 31.500 € |
Modellrechnung nach KfW-Logik (2026); Effizienzbonus 5 % für Erdwärme, für Luft-Wasser bei natürlichem Kältemittel. Reale Werte je Angebot und Einkommen unterschiedlich.
Kostenunterschiede nach Region und Gebäudezustand
Der Preis für dieselbe Wärmepumpe schwankt regional erheblich. Handwerker-Stundensätze liegen in Teilen Süddeutschlands höher, während im Osten teils günstiger installiert wird. Bei Erdwärme kommt die Verfügbarkeit von Bohrfirmen dazu: In Regionen mit wenigen zugelassenen Betrieben steigen Anfahrt und Wartezeit – und damit der Preis. Auch die Geologie entscheidet mit: In hartem Fels wird die Bohrung teurer als in gut bohrbarem Untergrund. Genau deshalb lohnt der Blick auf die lokale Kosten-Realität statt auf bundesweite Durchschnitte.
Der zweite große Hebel ist der Gebäudezustand. Im gut gedämmten Neubau reicht oft eine kleine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. Im unsanierten Altbau kommen dagegen 5.000 bis 20.000 € zusätzlich hinzu – für Heizkörpertausch, hydraulischen Abgleich, Elektrik, neue Leitungen, Pumpen und Ventile (ADAC / thermondo, 2026).
Lebenszykluskosten über 20 Jahre (TCO)
Für einen fairen Vergleich zählt nicht nur der Kaufpreis, sondern die Gesamtkosten über die Lebensdauer: Anschaffung minus Förderung, plus Strom (750–1.600 €/Jahr), plus Wartung (150–400 €/Jahr), plus gelegentliche Reparaturen und Verschleißteile. Auf der Gegenseite steht die Gasheizung mit niedrigerer Anschaffung, aber steigenden Brennstoffkosten: Der nationale CO2-Preis liegt 2026 im Korridor von 55 bis 65 €/t (DEHSt, 2026) und steigt weiter. Über 20 Jahre kann die Wärmepumpe je nach Strompreis, JAZ und CO2-Entwicklung günstiger sein als eine neue Gasheizung – vorausgesetzt, die Förderung wird genutzt und die Anlage läuft mit einer JAZ deutlich über 3,0.
So sparen Sie bei den Kosten
- Förderung voll ausschöpfen: Klimageschwindigkeits- und (falls berechtigt) Einkommensbonus prüfen, Antrag vor Beginn stellen.
- Mehrere Festpreis-Angebote vergleichen – inklusive aller versteckten Positionen.
- Den passenden Typ wählen: Ohne große Fläche und ohne Genehmigungschance für Erdwärme ist Luft-Wasser meist das wirtschaftlichste System.
- Hydraulischen Abgleich nicht auslassen – er senkt die Betriebskosten und ist förderrelevant.
- Wärmepumpentarif nach Paragraf 14a EnWG beim Netzbetreiber anmelden.
Was kostet die Wärmepumpe an Ihrem Standort?
Bohrkosten, Genehmigungslage und Handwerkerpreise sind regional verschieden. Auf den lokalen Stadt-Seiten von Wärmepedia finden Sie die Kosten-Realität für Ihre Gemeinde – inklusive Erdwärme-Eignung und Wasserschutzgebieten.
Angebote regional vergleichenHäufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau für ein Einfamilienhaus?
Was kostet eine Wärmepumpe für ein 150-Quadratmeter-Haus?
Welche Wärmepumpe ist am günstigsten?
Was kostet eine Wärmepumpe nach Förderung?
Wie viel kostet die Erschließung bzw. Bohrung für eine Erdwärmepumpe?
Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?
Was kostet eine Wärmepumpe monatlich im Betrieb?
Warum ist der Einbau einer Wärmepumpe so teuer?
Brauche ich neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung?
Wie hoch ist die maximale Förderung 2026?
Welche versteckten Kosten gibt es bei einer Wärmepumpe?
Wann amortisiert sich eine Wärmepumpe?
Braucht man für eine Erdwärmebohrung eine Genehmigung?
- KfW – Programm 458 Heizungsförderung (Richtlinie i.d.F. seit 29.12.2023), Stand 2026
- Fraunhofer ISE – Feldstudien zu realen Jahresarbeitszahlen
- ADAC – Wärmepumpe Funktion, Kosten, Förderung, Stand 2026
- thermondo – Wärmepumpe Kosten, Stand 2026
- Enpal – Wärmepumpe Kosten, Stand 2026
- Enter – Was kostet eine Wärmepumpe im Einbau, Stand 2026
- Finanztip – Wärmepumpe Förderung, Stand 2026
- DEHSt – nationaler CO2-Preis (BEHG), Stand 2026