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Wärmepumpe im Winter: Funktioniert sie bei -15 °C?

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Außeneinheit einer Luft-Wärmepumpe an einem verschneiten deutschen Einfamilienhaus bei Frost
Das Wichtigste in 30 Sekunden
  • Ja: Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten zuverlässig bis etwa -20 °C, einzelne Modelle bis -25 °C. Sie fallen bei Frost nicht aus (Bosch Home Comfort, Stand 2026).
  • Bei -15 °C liefert eine Luft-Wärmepumpe aus 1 kWh Strom noch rund 2 kWh Wärme (COP ca. 1,8–2,2) – fast doppelt so viel wie ein reiner Heizstab (COP 1,0).
  • Der elektrische Heizstab springt erst am Bivalenzpunkt (typisch -5 bis -8 °C) ein und deckt aufs Jahr nur 2–5 % der Heizarbeit (Fraunhofer ISE, wegatech, Stand 2026).
  • Jede Anlage wird auf die lokale Normaußentemperatur ausgelegt – in Deutschland je Postleitzahl zwischen -17 °C und -7 °C. -15 °C ist genau der Fall, für den geplant wird (DIN/TS 12831-1).
  • Feuchtigkeit nahe dem Gefrierpunkt kostet mehr Effizienz als trockene Kälte: Eis und Dampf am Gerät sind ein normaler, automatischer Abtauvorgang – kein Defekt.

Kaum eine Frage taucht vor dem ersten Winter so oft auf wie diese: Reicht die Wärmepumpe, wenn das Thermometer weit unter null fällt? Die kurze Antwort: Ja. Eine korrekt ausgelegte Luft-Wasser-Wärmepumpe heizt auch bei -15 °C zuverlässig, nur mit etwas geringerem Wirkungsgrad. Dieser Ratgeber ordnet die Zahlen ein, erklärt die Physik dahinter und zeigt, woran Sie im ersten Winter erkennen, dass alles normal läuft.

Funktioniert eine Wärmepumpe bei -15 °C wirklich?

Der zentrale Denkfehler bei der Kälte-Angst: Man stellt sich vor, ab einer bestimmten Temperatur sei einfach keine Wärme mehr da. Physikalisch stimmt das nicht. Luft enthält bis zum absoluten Nullpunkt (-273,15 °C) nutzbare Wärmeenergie. Das Kältemittel im Kreislauf – bei modernen Geräten oft Propan (R290) – siedet bereits bei rund -42 °C und verdampft daher selbst bei -15 °C Außenluft noch problemlos. Genau dieser Phasenwechsel ist der Motor der Wärmepumpe (thermondo, Bosch Home Comfort, Stand 2026).

Eine Regierungsquelle formuliert es nüchtern: „Mit einer Kilowattstunde Strom erzeugen Wärmepumpen häufig drei bis vier Kilowattstunden Wärme." Und selbst bei mittleren Außentemperaturen um -15 °C liefern Luft-Wärmepumpen noch etwa zwei Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom (BMWE, Newsletter Energiewende 09/2023, mit Verweis auf dena, Stand 2026).

AEO-Direktantwort: Ja, eine Wärmepumpe funktioniert bei -15 °C. Luft-Wasser-Geräte arbeiten bis etwa -20 °C, teils -25 °C. Bei -15 °C (Vorlauf 35 °C) liegt der COP bei rund 1,8–2,2. Der Heizstab wird erst ab etwa -5 bis -8 °C zugeschaltet und deckt jährlich nur 2–5 % der Heizarbeit.

Die COP-Ampel: Wie viel Effizienz kostet die Kälte?

Der COP (Coefficient of Performance) ist der Momentan-Wirkungsgrad bei festen Prüfbedingungen – etwa A-7/W35, also -7 °C Außenluft und 35 °C Vorlauf. Je kälter die Luft, desto mehr muss der Verdichter arbeiten, desto niedriger der COP. Entscheidend: Auch am kältesten Tag bleibt die Wärmepumpe deutlich effizienter als eine reine Stromheizung.

Außentemperatur (W35)COP Luft-WasserAus 1 kWh Strom werden
+7 °Cca. 4,0–5,04–5 kWh Wärme
0 °Cca. 3,0–3,53–3,5 kWh Wärme
-7 °Cca. 2,5–3,02,5–3 kWh Wärme
-10 °Cca. 2,0–2,72–2,7 kWh Wärme
-15 °Cca. 1,8–2,2~2 kWh Wärme
-20 °Cca. 1,5–1,9~1,5–1,9 kWh Wärme

Werte: reduco.ai (Bezug Fraunhofer ISE), Bosch Home Comfort; -10 °C/W35 Luft ~2,6–2,9. Stand 2026.

Die Botschaft der Tabelle: Selbst bei -15 °C holt die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom noch rund zwei Kilowattstunden Wärme – fast doppelt so viel wie ein Heizstab, der aus 1 kWh Strom exakt 1 kWh Wärme macht. Geräte mit Propan (R290) schneiden bei Kälte besonders gut ab: bei -7 °C/W35 erreichen sie etwa 2,7–2,9, während ältere R410A-Geräte eher bei 2,0–2,3 lagen (reduco.ai, Stand 2026).

Verschneite skandinavische Wohnstraße mit sichtbarer Wärmepumpen-Außeneinheit
In Skandinavien sind Wärmepumpen trotz härterer Winter längst Standard.

Der Praxisbeweis: Feldstudie und Skandinavien statt Prospekt-Werte

Laborzahlen sind das eine, echte Häuser das andere. Das Fraunhofer ISE hat in der Studie „WPsmart/WP-QS im Bestand" 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern über rund vier Jahre vermessen (Koordination Dr. Marek Miara). Die kälteste Messperiode war der Februar 2021 mit einem Monatsmittel von -3,6 °C, wobei einzelne Anlagen bis -10 °C standen. Das Ergebnis: eine mittlere Arbeitszahl von 2,3 (Bandbreite 1,6–2,8) – auch an diesen kalten Tagen (Fraunhofer ISE, Auswertung 2024, Presseinfo 03.11.2025).

Über das ganze Jahr gerechnet erreichten die Luft-Wasser-Geräte im Mittel eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4, erdgekoppelte Sole/Wasser-Anlagen sogar 4,3 (Gesamtspanne 2,6–5,4). Bemerkenswert: Es gab keine Korrelation zwischen Baujahr des Gebäudes und Effizienz – auch Altbauten liefen wirtschaftlich (Fraunhofer ISE, Presseinfo Nr. 3025, 03.11.2025).

Wer noch zweifelt, blickt nach Norden. Norwegen, Schweden und Finnland führten 2024 mit Wärmepumpen-Marktanteilen über 90 %, Norwegen rund 97 % – bei deutlich härteren Wintern als in Deutschland. Wärmepumpen sind dort seit Jahren Standard und damit der klarste Beleg gegen die These der „Schönwetter-Technologie" (nordisch.info, pv-magazine, IEA, Daten 2024).

Nahaufnahme leicht vereister Lamellen einer Wärmepumpe während des automatischen Abtauvorgangs
Reif und ein kurzer Dampfstoß gehören zum normalen, automatischen Abtauzyklus.

Abtauzyklus: Warum Eis und Dampf normal sind

Wenn feuchte Luft an den kalten Lamellen des Verdampfers vorbeistreicht, kondensiert Wasser und gefriert zu Reif. Das ist bauartbedingt und passiert vor allem in einem schmalen Temperaturfenster: bei etwa +5 bis -5 °C mit hoher Luftfeuchte. Um den Reif zu lösen, kehrt die Wärmepumpe für 2–5 Minuten kurz den Kreislauf um (seltener per Heißgas-Abtauung). Dabei kann Dampf aufsteigen, ein leichtes Geräusch entstehen und die Heizung kurz „aussetzen". All das ist ein normaler, vollautomatischer Vorgang – kein Defekt (reduco.ai, Bosch, priwatt, Stand 2026).

Kontraintuitiv, aber wichtig: An klaren, trockenen -15-°C-Tagen vereist die Außeneinheit oft weniger als bei feuchten +2 °C. Der Effizienzverlust durchs Abtauen liegt nahe 0 °C bei rund 5–15 %, sinkt bei trockener Kälte (etwa -10 °C, 40–60 % Feuchte) aber auf 3–8 %. Nicht die Kälte ist der Effizienz-Feind, sondern die Feuchte am Gefrierpunkt.

Bivalenzpunkt und Heizstab: das seltene Sicherheitsnetz

Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, ab der ein zweiter Wärmeerzeuger unterstützt. Bei der heute üblichen monoenergetischen Auslegung (Wärmepumpe plus elektrischer Heizstab) liegt er typisch bei -5 bis -8 °C; bei bivalenten Anlagen mit einem zweiten Kessel eher bei -2 bis -4 °C (wegatech, energie-experten.org, thermondo, Stand 2026). Erst unterhalb dieses Punktes hilft der Heizstab an den kältesten Stunden aus.

Wie oft ist das? Selten. Weil Deutschland an über 90 % der Tage wärmer als der Bivalenzpunkt ist, deckt der Heizstab bei korrekt ausgelegten Anlagen nur etwa 2–5 % der Jahresheizarbeit – der Fraunhofer-Median liegt sogar bei 2–3 % (reduco.ai, wegatech, Bosch, Stand 2026).

Warnsignal: Ein Heizstab-Anteil deutlich über 5 % deutet auf Unterdimensionierung, eine zu hohe Vorlauftemperatur oder eine Fehleinstellung hin. Dann lohnt der Blick eines Fachbetriebs, denn der Heizstab heizt teuer (COP 1,0).

Auslegung auf die Normaußentemperatur: dafür ist sie gebaut

Die vielleicht wichtigste Beruhigung steckt in einer Norm. Nach DIN/TS 12831-1 (nationale Ergänzung zu DIN EN 12831-1) wird jede Heizung auf die lokale Normaußentemperatur ausgelegt – die tiefste Außentemperatur, die im langjährigen Mittel zehnmal an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen erreicht wurde. In Deutschland liegt dieser Wert je nach Postleitzahl zwischen -17 °C und -7 °C (BWP-Klimakarte, 8.199 PLZ-Bereiche, Stand 2026).

Anders gesagt: -15 °C sind für viele Regionen genau der Auslegungsfall, für den die Anlage geplant wurde – nicht ihre Überforderung. In der Praxis werden Wärmepumpen häufig auf rund 70 % der maximalen Gebäudeheizlast dimensioniert; die restlichen Spitzen an wenigen extrem kalten Stunden übernimmt der Heizstab. So deckt die Wärmepumpe rund 95 % der Jahresheizarbeit allein. Diese bewusst etwas schlankere Verdichter-Auslegung vermeidet ineffizientes Takten in der milden Übergangszeit (BWP-Leitfaden, haustec.de, energie-experten.org, Stand 2026).

Erd- und Wasser-Wärmepumpe: die kältestabile Alternative

Wen die Winter-Effizienz wirklich umtreibt, der sollte über die Wärmequelle nachdenken. Erd- und Wasser-Wärmepumpen ziehen ihre Energie nicht aus der Außenluft, sondern aus Erdreich oder Grundwasser, das ganzjährig konstant bei etwa 7–12 °C liegt. Deshalb bricht ihr Wirkungsgrad im Winter kaum ein.

Bei -10 °C AußenluftCOP (W35)
Luft-Wasser-Wärmepumpeca. 2,0–2,7
Erd-/Sole-Wärmepumpeca. 4,0–5,0

Bosch Home Comfort (Erdreich 7–12 °C, -10 °C/W35 ~4,3–4,6), reduco.ai, priwatt. Stand 2026.

Der Preis dieser Stabilität: höhere Anschaffungs- und Erschließungskosten (Bohrung oder Kollektorfläche, Genehmigungen). Ob sich das lohnt, hängt vom Grundstück, dem Wärmebedarf und der lokalen Geologie ab. Für die meisten gut gedämmten Häuser reicht eine Luft-Wärmepumpe wirtschaftlich aus.

Stromkosten an Frosttagen ehrlich eingeordnet

Ja, an einem -15-°C-Tag steigt der Stromverbrauch spürbar: Der COP fällt von rund 4 auf etwa 2, und bei extremer Kälte kommt zeitweise der Heizstab dazu. Das ist real und kein Rechentrick. Entscheidend ist aber, wie selten solche Tage sind. In der Klimazone Kassel liegen etwa 88 % der Heizstunden über -5 °C und weniger als 1 % unter -15 °C; -20 °C treten in den meisten bewohnten Regionen an unter 1 % der Heizsaison auf (reduco.ai, Auswertung nach Klimazonen, Stand 2026).

Für Ihre Jahresstromrechnung zählt deshalb nicht der COP am kältesten Einzeltag, sondern die JAZ über die gesamte Saison – und die liegt bei Luft-Wärmepumpen real bei etwa 3,4 (Fraunhofer ISE). Die vielen milden Tage bezahlen die wenigen teuren. Genau darum ist COP nicht gleich JAZ/SCOP: Ein niedriger Momentan-Wirkungsgrad an einem Frosttag bedeutet keinen ineffizienten Jahresbetrieb (priwatt, EN 14825, Stand 2026).

Erster Winter – ist das normal? Die Checkliste

Damit Sie im ersten kalten Monat nicht bei jedem Geräusch den Notdienst rufen, hier die Einordnung:

  • Vereiste Lamellen, Reif am Gerät: normal, besonders bei feuchtem Wetter um 0 °C. Die Abtauautomatik greift.
  • Dampf und kurzes Abschalten: das ist der Abtauzyklus (2–5 Min.), kein Takten und kein Defekt.
  • Höherer Verbrauch an Frosttagen: erwartbar. Der COP sinkt bei Kälte – über das Jahr gleicht sich das aus.
  • Eis oder Pfütze unter dem Gerät: Kondenswasser. Solange der Ablauf frei ist, unbedenklich.
Jetzt wirklich den Fachbetrieb rufen, wenn: die Außeneinheit dauerhaft vereist bleibt und nicht abtaut, der Heizstab quasi ununterbrochen läuft, oder die gewünschte Vorlauf-/Raumtemperatur an normal kalten Tagen nicht erreicht wird. Das sind Hinweise auf Auslegungs- oder Einstellungsfehler, nicht auf eine Grenze der Technik.

Wann eine Wärmepumpe im Winter NICHT ideal läuft

Ehrlichkeit gehört dazu: Es gibt Konstellationen, in denen der Winterbetrieb unwirtschaftlich wird. Kritisch sind sehr hohe Vorlauftemperaturen (alte, kleine Heizkörper plus schlechte Dämmung), die den COP drücken. Auch eine deutlich unterdimensionierte Anlage lässt den Heizstab zu oft anspringen. Und eine falsch eingestellte Heizkurve kann Effizienz kosten, ohne dass es am Gerät liegt.

Die Wärmepumpe wird nach heutigem Fraunhofer-Befund selbst im Altbau klimafreundlich und wirtschaftlich, sobald die JAZ etwa 3,0 überschreitet – ihre CO2-Emissionen lagen 2024 rund 64 % unter denen einer Erdgasheizung. Wo Heizlast, Vorlauftemperatur und Auslegung nicht passen, liegt das Problem in der Planung, nicht in der Kälte. Ein hydraulischer Abgleich und eine optimierte Heizkurve holen hier oft mehr heraus als jeder Gerätetausch.

Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus und Ihrer Klimazone?

Ob Luft oder Erdwärme, wie hoch die Normaußentemperatur an Ihrem Ort liegt und welche Heizlast Ihr Gebäude hat, klärt am besten eine Vor-Ort-Analyse. Auf den lokalen Stadt-Seiten von Wärmepedia finden Sie regionale Klima- und Förderdaten für Ihren Ort.

Unverbindliche Einschätzung anfragen

Häufige Fragen

Funktioniert eine Wärmepumpe bei -20 °C?
Ja. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten bis etwa -20 °C, einzelne Modelle bis -25 °C (Bosch Home Comfort, Stand 2026). Bei -20 °C/W35 liegt der COP noch bei rund 1,5–1,9, die Wärmepumpe liefert also weiter mehr Wärme, als ein reiner Heizstab könnte. Solche Temperaturen treten in den meisten bewohnten Regionen an unter 1 % der Heizsaison auf.
Bei welcher Temperatur schaltet der Heizstab zu?
Erst am Bivalenzpunkt, der bei monoenergetischer Auslegung typisch zwischen -5 und -8 °C liegt (wegatech, energie-experten.org, Stand 2026). Darüber heizt die Wärmepumpe allein. Aufs Jahr gerechnet deckt der Heizstab bei korrekt ausgelegten Anlagen nur 2–5 % der Heizarbeit. Ein dauerhaft höherer Anteil ist ein Warnsignal für Unterdimensionierung oder Fehleinstellung.
Vereist die Wärmepumpe im Winter, und ist das schlimm?
Reifbildung ist normal, vor allem bei feuchtem Wetter zwischen +5 und -5 °C. Die Anlage taut vollautomatisch ab, meist durch eine kurze Kreislaufumkehr von 2–5 Minuten. Dampf, ein leises Geräusch und kurzes Aussetzen der Heizung gehören dazu. Problematisch ist nur eine dauerhafte Vereisung, die nicht mehr abgetaut wird.
Wird die Wärmepumpe im Winter zum Stromfresser?
An einzelnen Frosttagen steigt der Verbrauch, weil der COP von rund 4 auf etwa 2 fällt und teils der Heizstab hilft. Weil solche Tage aber nur wenige Prozent der Heizsaison ausmachen, zählt für die Jahresrechnung die Jahresarbeitszahl. Real gemessen liegt sie bei Luft-Wärmepumpen bei etwa 3,4 (Fraunhofer ISE, 2024).
Warum funktionieren Wärmepumpen in Skandinavien trotz härterer Winter?
Weil die Technik von der Kälte nicht abhängt: Das Kältemittel siedet bei rund -42 °C und nimmt auch bei starkem Frost noch Wärme auf. Norwegen, Schweden und Finnland führten 2024 mit Marktanteilen über 90 %, Norwegen rund 97 % (IEA, nordisch.info). Skandinavien ist der beste Beweis, dass Wärmepumpen keine Schönwetter-Technologie sind.
Was passiert bei einem Stromausfall im Winter?
Wie jede Zentralheizung braucht auch die Wärmepumpe Strom und steht bei einem Ausfall still – das gilt aber ebenso für die Steuerung und Pumpe einer Gas- oder Ölheizung. Der Heizungspuffer und die Gebäudeträgheit überbrücken kurze Ausfälle. Eine dauerhafte Notstromversorgung ist im Normalfall nicht nötig, da längere Ausfälle in Deutschland sehr selten sind.
Ist eine Wärmepumpe im Altbau wintertauglich?
Ja, sofern Heizlast und Vorlauftemperatur passen. Die Fraunhofer-Feldstudie fand keine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz; auch Altbauten erreichten wirtschaftliche Arbeitszahlen. Entscheidend sind ausreichend große Heizflächen, eine niedrige Vorlauftemperatur und ein hydraulischer Abgleich. Wirtschaftlich wird es ab einer JAZ von etwa 3,0.